Trans Grischun – Gravelbike-Mehrtagestour

Schwer
201 km
20:00 h
5460 Hm
6968 Hm
Auf dem Weg zur Alp Astras und zum Pass da Costainas
God da Tamangur - der höchst gelegene Arvenwald Europas

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Surrein
Von hochalpin bis lieblich: Auf der mehrtägigen Trans Grischun durchqueren Sie Graubünden von Westen nach Osten mit dem Gravelbike und erleben die Region in all seinen Facetten. Viel Schotter, Panorama, Natur und urchige Bergdörfer sind die perfekten Zutaten für dieses unvergessliche Gravelbike-Abenteuer.
Technik 3/6
Kondition 4/6
Höchster Punkt  2250 m
Tiefster Punkt  580 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Start

Oberalppass

Ziel

Sta.  Maria

Koordinaten
46.77555285, 9.54238738

Details

Beschreibung

Start dieser mehrtägigen Bikepacking-Tour ist der Oberalppass – ganz in der Nähe der Rheinquelle. Von hier führt Sie die Route durch Bilderbuchdörfer und -landschaften der Surselva bis nach Chur. Den Abschnitt zwischen der Hauptstadt Graubündens und Lavin im Unterengadin bewältigen Sie patgific (gemütlich) in der Rhätischen Bahn. Von Lavin führt die Strecke nach Scuol und von dort weiter ins wilde Val S-charl und auf den Pass da Costainas. Vom Dach der Trans Grischun gehts fast nur noch bergab bis nach Sta. Maria im Val Müstair. So unterschiedlich die Landschaft und die Regionen dieser Tour sind – eines bleibt gleich: Nämlich die Rätoromanische Sprache, wenn auch in verschiedenen Idiomen (Dialekten).

5 Highlights der Trans Grischun:

  • Oberalppass: Auf diesem Pass – ganz im Westen Graubündens und in der Nähe der Rheinquelle – startet die Trans Grischun.
  • Alp Stavonas: Der Streckenabschnitt zwischen Wali und Alp Stavonas gehört zu den schönsten Abschnitten der zweiten Etappe.
  • Rheinschlucht: Eine spektakuläre Panoramastrasse schlängelt sich entlang dieses Naturmonuments – auch «Swiss Grand Canyon» genannt. 300 Meter hoch türmen sich die Felswände. Tipp: Ein Foto-Stopp bei der Aussichtsplattform Spitg kurz nach Versam lohnt sich.
  • Val S-charl: Entlang des rauen Kiesbettes des rauschenden Bachs Clemgia führt die Schotterstrasse bis zum höchsten Arvenwald Europas, dem God da Tamangur. Natur und Gravelspass pur.
  • Pass da Costainas: Mit seinen 2250 m ü. M. bildet er das Dach der Trans Grischun. Auch landschaftlich und fahrtechnisch ist er einer der Höhepunkte dieser Tour.

Geheimtipp

Flexible Planung: Die Trans Grischun führt in regelmässigen Abständen durch bewohnte Gebiete, sodass man immer wieder Übernachtungsmöglichkeiten findet und die Etappen auf seine Bedürfnisse anpassen kann. Und, wem mal die Körner ausgehen, kann überall entlang der Route in die Rhätische Bahn oder ins Postauto einsteigen.

Wegbeschreibung

Etappe 1: Oberalppass–Obersaxen (55 km, 1'760 hm)

Die erste Etappe der mehrtägigen Trans Grischun startet ganz im Osten Graubündens. Konkret: auf dem Oberalppass. Im stetigen Auf und Ab führt die Route durch die Surselva bis zum Hochplateau von Obersaxen.

Start dieser Gravelbike-Tour ist der Oberalppass, welcher in der Nähe der Quelle des Vorderrheins liegt. Der bekannte Fluss ist auch Begleiter des ersten Wegabschnitts. Die Strecke führt Sie zunächst von der Passhöhe über die asphaltierte Strasse. Nach kurzer Zeit biegen Sie in die alte Passtrasse ein, wo Sie den ersten Schotter unter den Reifen Ihres Gravelbikes spüren. Der Weg verjüngt sich bald zu einem flowigen Singletrail. In Selva biegen Sie von der Hauptstrasse ab und gelangen auf der Graubünden Bike Route 90 nach Sedrun. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher ins Dorf, um sich in «La Conditoria» mit der kleinsten Nusstorte der Welt zu stärken. Via Surrein gelangen Sie zum Uaul Cavorgia und weiter bis zum urchigen Bergdorf Mumpé Medel. Von hier aus geniessen Sie eine wunderschöne Aussicht nach Disentis hinunter. Das imposante Benediktiner-Kloster prägt seit dem 13. Jahrhundert den Ort.

Ab Disentis folgen Sie der offiziellen Rhein-Veloroute Nr. 2, bevor die Strecke der Trans Grischun hoch zum Plateau von Obersaxen führt. Das Gebiet wurde von den Walsern besiedelt und ist daher eine schweizerdeutsche Sprachinsel inmitten der Surselva, wo Rätoromanisch gesprochen wird. Kurz nach Friggahüs können Sie die erste Etappe patgific (gemütlich) bis nach Obersaxen Meierhof ausrollen lassen und die imposante Aussicht in die Surselva geniessen.

Etappe 2: Trans Grischun: Obersaxen–Castrisch (40 km, 1'200 hm)

Einer der Höhepunkte der zweiten Etappe ist die Überquerung von Obersaxen in die Val Lumnezia. Die sanfte Hügellandschaft mit zahlreichen von der Sonne verbrannten Ställen ist schon fast kitschig. Und zum Abschluss wartet eine Serpentinen-Abfahrt vom Allerfeinsten auf Sie.

Auf dieser Etappe gehts gleich scharf los. Rund 700 Höhenmeter am Stück werden Ihnen zum Frühstück ab Obersaxen Meierhof serviert. Die Strasse zieht hoch via Miraniga nach Wali. Der nun folgende Streckenabschnitt zur Alp Stavonas ist ein Traum. Auf einer Naturstrasse erreichen Sie den höchsten Punkt des Tages – die Alp Nova auf 2079 m ü. M. Die Baumgrenze haben Sie schon lange hinter sich gelassen und hier oben scheinen die Uhren ein bisschen langsamer zu ticken. Perfekt für eine Auszeit im Sattel. Die Route führt patgific (gemütlich) weiter zur Alp Sezner. Auf der Abfahrt nach Vignogn geniessen Sie einen einmaligen Ausblick in die Val Lumnezia. Tipp an heissen Tagen: Legen Sie beim Badesee Davos Munts eine Pause ein, kühlen Sie Ihre Muskeln und verpflegen Sie sich im Restaurant. Via Vella geht die Fahrt weiter durch das Tal nach Morissen, wo die zweitletzte Steigung des Tages wartet. Über die kleine Kapelle Sogn Carli gelangen Sie zum Berggasthaus Bündner Rigi. Auch im Künstler-Café auf 1618 m ü. M. lohnt sich eine Pause. Die Terrasse überrascht Sie mit einem zauberhaften Ausblick in die Surselva und Rheinschlucht. Für alle, die Switchbacks lieben, folgt mit der kurvenreichen Abfahrt nach Luven das Tageshighlight. Danach fahren Sie in Ilanz, der ersten Stadt am Rhein, ein und rollen zum Abschluss noch gemütlich bis ins Etappenziel nach Castrisch.

Etappe 3: Castrisch–Scuol (66 km, 1'400 hm)

Heute steht ein langer Tag an – inklusive Transfer mit der Rhätischen Bahn. Früh aufstehen lohnt sich also allemal. Die Höhepunkte? Ein kleines Maiensässbeizli mit toller Aussicht, eine spektakuläre Strasse durch die Rheinschlucht und typische Unterengadiner Dörfer.

Die Etappe startet im beschaulichen Dorf Castrisch. Sie folgen zuerst der offiziellen Rhein-Veloroute Nr. 3. Die Strasse steigt nur leicht an – perfekt, um die Beine locker einzufahren. In Valendas können Sie Ihre Trinkflasche mit frischem Bergquellwasser füllen – und zwar vom grössten Holzbrunnen Europas. Kurz nach Carrera zweigen Sie auf die Strasse nach Brün ab und fahren weiter nach Imschlacht hoch. Die Strasse und Aussicht sind traumhaft. Tipp: Im Maiensässbeizli können Sie sich mit einer Portion Bergkäse, Salsiz oder einer Nusstorte stärken. Weiter gehts ins Safiental hinunter. Dann folgt ein weiterer Höhepunkt: Die spektakuläre Panoramastrasse entlang der Rheinschlucht. 300 Meter hoch türmen sich die Felswände des «Swiss Grand Canyons» auf. Ab Bonaduz rollen Sie auf Nebenwegen bis nach Chur. Den Abschnitt zwischen der Hauptstadt Graubündens und Lavin im Unterengadin überbrücken Sie patgific (gemütlich) in der Rhätischen Bahn.

Ab dem Unterengadiner Dorf Lavin ist wieder Ihre Muskelkraft gefragt. Die Route zum Etappenziel führt Sie auf feinschottrigem Weg via Guarda bis nach Scuol. Unter Ihnen fliesst der helltürkisfarbene Inn. Im Unterengadin zeigt sich Ihnen ein ganz anderes Landschaftsbild. Die sonnenverbrannten Ställe der Surselva sind Häusern mit bunten Malereien gewichen. Die Kunst des «Sgraffito», der traditionellen Stucktechnik der Region, beherrschen nur noch wenige im Tal. Und in Scuol fliesst nicht nur Bergquellwasser, sondern sogar Mineralwasser aus den Brunnen. Einfach gschpunna.

Etappe 4: Scuol–Sta. Maria (40 km, 1'100 hm)

Auf der letzten Etappe der Trans Grischun wirds wild, rau und technisch. Höhepunkt ist die Strecke durchs Val S-charl und hinauf zum Pass da Costainas, dem Übergang vom Unterengadin ins Val Müstair.

Nach dem Start in Scuol folgen Sie der Mountainbike-Route Nr. 1. Die Steigung zum Bergdorf S-charl startet im Wald mit einigen steilen Rampen. Hier ist der Untergrund noch asphaltiert und die Höhenmeter schmelzen schnell dahin. Kurz darauf lichtet sich bei Sasstaglia der Wald, Asphalt wird von Schotter abgelöst und die Sicht öffnet sich ins Tal hinein. Rechts unten in der gerölligen Schlucht fliesst der Fluss Clemgia. Die Natur wird wilder. Nicht verwunderlich, denn Sie befinden sich in der Nähe des Schweizerischen Nationalparks. Eingebettet zwischen hohen Berggipfeln steigt die Route gemächlich, zwischendurch mit kurzen, steilen Rampen bis nach S-charl auf 1808 m ü. M. Hier empfehlen wir Ihnen eine kurze Verschnaufpause: Trinkflasche füllen und bei Bedarf im Restaurant Energie tanken. Danach beginnt der finale Aufstieg zum Dach der Trans Grischun – zum Pass da Costainas auf 2250 m ü. M. Kurz nach S-charl erblicken Sie auf der linken Talseite den God da Tamangur. Es ist der höchst gelegene, zusammenhängende Arvenwald Europas. Natur und Gravelbike-Erlebnis vom Feinsten.

Bei der Alp Astras laden frische Alpprodukte und die gemütliche Atmosphäre für eine kurze Rast ein, bevor der anspruchsvollste Teil der Tour folgt: Ein Singletrail hoch zur Passhöhe des Pass da Costainas. Dieser ist mit ein wenig Konzentration, Gleichgewicht und Technik gut fahrbar. Oben angekommen, geniessen Sie eine einzigartige Aussicht aus einem Tal heraus ins nächste. Ab hier geht es fast nur noch bergab. Die erste Passage auf einem groben und steilen Schotterweg wird für wenig Geübte eventuell zur kurzen Schiebepassage. Auf holprigen Wegen und leichten Trails gehts bis zur Höhe der Alp Champatsch. Ab hier führt die Tour über Forstwege und eine asphaltierte Strasse hinab bis Lü, Tschierv und auf Waldwegen gemütlich durch das Tal bis nach Sta. Maria.

Anfahrt

Anreise Information

  • Anreise mit der Rhätischen Bahn von Chur aus bis auf den Oberalppass (Transport des Gravelbikes problemlos möglich)
  • Rückreise ab Sta. Maria mit Postauto und der Rhätischen Bahn (inkl. Transport des Gravelbikes)

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